In den vergangenen Monaten ist dir vielleicht aufgefallen, dass Sirvoy dich häufiger als früher dazu auffordert, deine Identität zu bestätigen.
Wir wissen, dass diese zusätzlichen Schritte lästig sein können, wenn du gerade etwas erledigen möchtest. Deshalb möchten wir erklären, warum sie nötig geworden sind.
Unterkünfte werden zunehmend zum Ziel ausgeklügelter Phishing-Angriffe. Auch Sirvoy war davon betroffen.
Die Angreifer versuchten, sich Zugang zu Kundenkonten und den darin gespeicherten Gästedaten zu verschaffen. Wir haben die Aktivitäten schnell erkannt, die verwendete Angriffsmethode gestoppt und den Schutz der Konten seitdem weiter verstärkt.
Einige der zusätzlichen Prüfungen, die du jetzt siehst, sind Teil dieses stärkeren Schutzes. Dank deines Feedbacks optimieren wir sie laufend weiter, damit sie dein Konto schützen, ohne deinen Arbeitsalltag mehr als nötig zu beeinträchtigen.
Warum die Beherbergungsbranche ins Visier gerät
Unterkünfte verfügen über Informationen, die für Betrüger wertvoll sein können: Namen und Kontaktdaten von Gästen, Anreisedaten und Zahlungsinformationen.
Hat ein Angreifer Zugriff auf ein echtes Konto, kann er eine betrügerische Nachricht besonders glaubwürdig erscheinen lassen, weil der Gast ohnehin mit Nachrichten zu einer tatsächlichen Buchung rechnet.
Gefälschte Seiten und Nachrichten sind außerdem schwieriger zu erkennen als früher. Sie können sehr glaubwürdig aussehen und klingen. Deshalb kann Sicherheit nicht davon abhängen, dass Menschen jedes verdächtige Detail selbst bemerken.
So funktioniert diese Art von Phishing
Stell dir vor, jemand richtet direkt vor deiner echten Rezeption eine zweite Rezeption ein.
Alles sieht richtig aus. Ein Gast übergibt seinen Reisepass und seine Buchungsnummer, und der Betrüger leitet die Informationen unauffällig an die echte Rezeption weiter. Der Gast wird trotzdem eingecheckt, sodass nichts falsch zu sein scheint.
Aber auch der Betrüger hat jetzt alles, was er braucht, um selbst hineinzukommen.
Ein moderner Phishing-Angriff kann ganz ähnlich funktionieren.
Du landest auf einer Seite, die wie Sirvoy aussieht, aber eine andere Webadresse verwendet. Dein Passwort wird direkt an die echte Anmeldeseite weitergeleitet. Wenn du einen Verifizierungscode eingibst, kann auch dieser weitergeleitet werden, solange er noch gültig ist.
Möglicherweise bist du am Ende sogar erfolgreich angemeldet, während der Angreifer gleichzeitig Zugriff erhält.
Starke Passwörter und Verifizierungscodes bieten weiterhin wichtigen Schutz. Diese Art von Angriff kann sie jedoch manchmal umgehen, indem deine Eingaben direkt an die echte Website weitergeleitet werden.
Passkeys funktionieren anders. Sie prüfen, ob du dich tatsächlich auf der echten Sirvoy-Website anmeldest, bevor sie funktionieren. Eine gefälschte Seite kann sie daher nicht einfach abfangen und wiederverwenden.
Was Sirvoy geändert hat
Sirvoy gehörte zu den Systemen der Beherbergungsbranche, die von einer Angriffskampagne dieser Art ins Visier genommen wurden.
Einige Sicherheitsverbesserungen waren bereits in Arbeit. Passkeys befanden sich bereits vor der Angriffskampagne in Entwicklung und wurden im Juni allgemein verfügbar.
Die meisten Schutzmaßnahmen, die wir hinzugefügt oder verstärkt haben, laufen unbemerkt im Hintergrund. Die zusätzlichen Prüfungen, die du gelegentlich siehst, sind nur der sichtbare Teil.
Es gibt keine einzelne Sicherheitsfunktion, die alles löst. Deshalb setzen wir mehrere Schutzebenen gleichzeitig ein:
- Sicherere Anmeldeoptionen. Passkeys bieten starken Schutz vor dieser Art von Phishing, und Codes aus Authenticator-Apps stehen allen Benutzern zur Verfügung.
- Prüfungen bei ungewöhnlicher Aktivität. Wenn uns bei einer Sitzung etwas ungewöhnlich vorkommt, bitten wir dich möglicherweise, dich erneut zu verifizieren, oder beenden die Sitzung.
- Kürzer gültige Verifizierungscodes. Die Codes laufen jetzt nach zehn Minuten statt nach einer Stunde ab.
- Zusätzliche Prüfungen in sensiblen Bereichen. Vor dem Zugriff auf Kontoeinstellungen, in denen sensible Informationen und Berechtigungen verwaltet werden können, bitten wir dich erneut um eine Verifizierung.
Auch eine ganz normale Reise, ein neues Gerät oder ein VPN kann gelegentlich eine solche Prüfung auslösen. Deshalb bitten wir dich in der Regel darum, zu bestätigen, dass du es wirklich bist, anstatt dich einfach auszusperren.
„Sicherheit ist schwierig, weil man als Verteidiger alles abdecken muss. Ein Angreifer muss nur ein einziges Mal durchkommen“, sagt Johan Wilfer, unser CTO. „Deshalb setzen wir auf mehrere Schutzebenen.“
Drei Dinge, die du heute tun kannst, um dein Konto zu schützen
1. Richte einen Passkey ein
Mit einem Passkey kannst du dich per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN anmelden.
Deine biometrischen Daten bleiben auf deinem Gerät und werden niemals an Sirvoy gesendet. Da ein Passkey an die echte Sirvoy-Webadresse gebunden ist, funktioniert er nicht auf einer gefälschten Seite, die nur wie Sirvoy aussieht.
Die Anmeldung kann dadurch auch schneller gehen, weil du nicht jedes Mal einen Verifizierungscode eingeben musst.
Du kannst einen Passkey in deinem Benutzerprofil einrichten oder dir ein kurzes Video ansehen, das zeigt, wie es geht.
2. Rufe Sirvoy jedes Mal auf demselben Weg auf
Gib die Sirvoy-Adresse selbst ein oder verwende ein Lesezeichen, dem du vertraust.
Viele Phishing-Angriffe beginnen mit einem Link in einer E-Mail oder Nachricht. Wenn du Sirvoy direkt aufrufst, nimmst du einer gefälschten Seite die erste Gelegenheit, sich zwischen dich und die echte Anmeldung zu schalten.
3. Sei vorsichtig, wenn deine gewohnte Anmeldung plötzlich anders aussieht
Wenn du normalerweise einen Passkey verwendest, eine Seite dich aber unerwartet stattdessen nach einem Verifizierungscode fragt, fahre nicht gleich fort.
Es kann legitime Gründe dafür geben, dass eine andere Anmeldemethode angezeigt wird. Aber ein Angreifer, der an deinem Passkey nicht vorbeikommt, könnte ebenfalls versuchen, dich zu einer weniger sicheren Option zu bewegen.
Wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt, schließe die Seite und öffne Sirvoy erneut über dein gewohntes Lesezeichen oder die gewohnte Webadresse.
Wir passen unseren Schutz weiter an
Dies wird nicht der letzte Angriff auf die Beherbergungsbranche gewesen sein. Und wahrscheinlich wird es auch nicht das letzte Mal sein, dass wir anpassen, wie Sirvoy dein Konto schützt.
Dort sind deine Buchungen, Preise und die persönlichen Daten deiner Gäste gespeichert. Der Schutz dieser Informationen muss an erster Stelle stehen. Gleichzeitig sollte Sicherheit deinen Arbeitsalltag nicht unnötig erschweren.
Wir werden diesen Schutz weiter verstärken, unnötige Hürden reduzieren und klar erklären, wenn sich etwas ändert und warum.
Danke, dass du Sirvoy dein Vertrauen schenkst.
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